Zitat der Woche 14/2017

Inzwischen ist die „soziale Sicherheit“ nur noch eine vorgespiegelte, da in Wirklichkeit eine staatlich organisierte soziale Unsicherheit.

Autor
Gerd Habermann
Quelle
Richtigstellung: Ein polemisches Soziallexikon, Eintrag Soziale Sicherheit

Habermanns polemisches Soziallexikon habe ich um das Jahr 2010 herum gelesen, was ich sehr genossen habe. Mit seinen Erklärungen zu Begriffen wie „Bundesagentur für Arbeit“, „Kleinstaat“, „Streikrecht“ und „Utopie“ führt der Autor den Leser in das klassisch liberale Denken ein. Der gesamte Eintrag Soziale Sicherheit, aus dem das obige Zitat stammt, lautet folgendermaßen:

Für Wohlstand und Überleben einer Gesellschaft gefährlicher Versuch des Staates, die natürliche Pflicht jedes Bürgers, gegen Normalrisiken seines Lebens selbst vorzusorgen, durch Zwangsvorsorgesysteme abzulösen. Dies führt zur Beeinträchtigung der Kapitalbildung und macht die Bürger vom Staat abhängig, namentlich im Alter. In Deutschland und derzeit 85 Prozent des Alterseinkommens staatsfinanziert. Die soziale Sicherheit hängt daran, dass stets genügend Beitragszahler vorhanden sind. Sie ist bei jeder demographischen oder wirtschaftlichen Krise, die sie selbst mitverursacht, existentiell bedroht. Inzwischen ist die „soziale Sicherheit“ nur noch eine vorgespiegelte, da in Wirklichkeit eine staatlich organisierte soziale Unsicherheit. Nur Eigenvorsorge, echtes Privateigentum, Familie, Rücklagen aller Art erzeugen Selbstbewusstsein, Unabhängigkeitssinn und eine gewisse innere Gelassenheit gegenüber wirtschaftlichen Turbulenzen, und im Besonderen gegenüber dem Risiko einer vorübergehenden Arbeitslosigkeit.

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