Peer Steinbrück und sein „Gott“

In einem heute erschienenen Artikel beschäftigt sich idea mit dem SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Aufhänger des Artikels ist Steinbrücks Wiedereintritt in die Evangelische Kirche vor einigen Jahren.

Steinbrück war mit 18 Jahren aus der Kirche ausgetreten. Laut idea was eines seiner Motive dafür, „dass die Kirchen zu oft auf der Seite der Mächtigen gestanden hätten“. Ein Motiv, welches wohl für viele auf Anhieb einleuchtend wirkt. Was ist aber so schlimm daran, auf der Seite der Mächtigen zu stehen? Es sollte doch darauf ankommen, was die Mächtigen tun? Steinbrücks Erklärung liegt anscheinend die Denkweise zugrunde, dass die Mächtigen böse sind und die „kleinen Leute“ lieb. Eine klassenkämpferische Denkweise, die auch Steinbrück selbst nicht mehr schmecken dürfte, könnte er doch ab Herbst 2013 einer der mächtigsten Männer Europas sein.

Seinen Widereintritt in die Evangelische Kirche begründete Steinbrück damit, dass diese eine „stabilisierende Funktion in dieser Gesellschaft“ ausübe und er sie deshalb gerne stützen wolle. Aber geht es bei Kirche nicht eigentlich um Glauben an Gott und dessen Sohn, den Erlöser Jesus Christus? Nun, bei der Evangelischen Kirche in Deutschland geht es darum meistens nicht mehr. Auch bei der Wiederaufnahme Steinbrücks in diese „Kirche“ spielte das Evangelium offenbar keine Rolle. Steinbrück ist nach eigenem Bekunden nämlich nur unter der Bedingung gläubig, dass man Gott „als ein Prinzip für ein friedliches Zusammenleben“ definiert.

Mit anderen Worten: Steinbrück glaubt nicht an Gott. Er glaubt nicht einmal an seine Existenz, geschweige denn an sein Erlösungswerk. Er glaubt nicht an die eine, über allem stehende Person, für die das Wort „Gott“ steht, sondern an irgendein Prinzip, welches er Gott nennt. So etwas darf man wohl als blasphemisch bezeichnen. Dass solch ein antichristliches Bekenntnis kein Hinderungsgrund für eine Kirchenmitgliedschaft ist, bestätigt zum gefühlten einhunderttausendsten Mal, dass die Evangelische Kirche in Deutschland die wandelnde Perversion einer Kirche ist. Ich verstehe in Anbetracht all der Ungeheuerlichkeiten dieser „Kirche“ nur nicht, warum es in ihr immernoch echte Christen gibt, die nicht den Mut finden, aus ihr auszutreten.

Das Bild des linken EKD-Mitglieds Steinbrück wird schließlich dadurch abgerundet, dass Steinbrück vom EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider beeindruckt ist, wie idea am Ende des besagten Artikels berichtet. Die „persönliche Verbundenheit“ der beiden, so idea, führte schließlich zu Steinbrücks Kircheneintritt.

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