Museumspropaganda

Die Wissenschaftler sind sich über die Gültigkeit der Evolutionslehre keineswegs einig. Diese Wahrheit wird aber dem Normalbürger gern einmal vorenthalten, z.B. durch falsche Tatsachenbehauptungen in der Öffentlichkeit. Das aktuelle W+W Info berichtet von einem entsprechenden Fall. Am 150. Jahrestag der Veröffentlichung von Darwins Ursprung der Arten fand im Rosensteinmuseum Stuttgart eine kontroverse Podiumsdiskussion zwischen fünf Befürwortern und vier Kritikern der Evolutionslehre statt. Im Jahresbericht des Staatlichen Museums für Naturkunde Stuttgart wird die Kontroverse jedoch unter den Tisch gekehrt. Dort liest man:

Genügen die Naturgesetze, um Leben und Evolution zu erklären, oder brauchen wir einen planenden Geist dahinter? Die Antwort der Wissenschaftler ist klar und eindeutig: Darwin hat im Prinzip die richtigen Antworten und Impulse gegeben; in 150 Jahren intensiver Forschung wurde seine Theorie ständig überprüft, ausgebaut und verfeinert. Sie gehört heute zu den bestfundierten Theorien der Wissenschaft. Übernatürliche Erklärungen brauchen wir dazu nicht.

Die Redaktion des W+W Info bemerkt dazu treffend:

[Die] Zusammenfassung entspricht keineswegs den Tatsachen und vermittelt einen völlig falschen Eindruck von dieser Veranstaltung. Die angeblich eindeutige Antwort wurde mit guten Argumenten in Frage gestellt. Eine solche Darstellung nennt man üblicherweise Propaganda.

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