Totgeschwiegener Massenmord

Hinter der Fassade unserer „friedlichen“ Gesellschaft, in der Menschenrechte angeblich etwas zählen, spielt sich ein Massenmord ab. Ungefähr 200.000 bis 300.000 Kinder werden jählich in Deutschland auf Antrag ihrer eigenen Mutter umgebracht. Die Rede ist natürlich von dem, was verharmlosend mit „Abtreibung“ bezeichnet wird. Die Reaktion auf diesen Skandal ist i.A. peinliches Schweigen.

Es gibt aber auch Leute, die nicht schweigen. Zu ihnen zählen die Freie-Welt-Autoren Birgit Kelle und Michael Müller. Ihre Artikel „Und dann ist wieder alles in Ordnung?“ und Haben uns halt dran gewöhnt machen nachdenklich.

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6 Gedanken zu „Totgeschwiegener Massenmord

  1. Christoph

    Ich wollte Abtreibung wäre nichts worüber auch nur eine Frau nachdenken müsste. Aber man muss auch die Realität zu Kenntniss nehmen. Nämlich dass es Umstände gibt in denen Menschen, Frauen verzweifelt sind und für die der Herr und die christliche Religion keine Option und kein Trost ist. Gleichwohl ist es eben auch Tatsache dass es sicherlich auch einen sehr verantwortungslosen Umgang mit dieser Errungenschaft in Sachen Selbstbestimmung gibt.

    Warum üben sie sich denn immer nur in dieser pauschalen Polemik und versuchen nicht einmal zu verstehen. Es gilt jenseit der eigenen Ansichten auch einmal auf andere Sichtweisen zu abstrahieren. Mit dem ewigen Draufschlagen werden sie ohnehin nur die sowieso Überzeugten hin der sich scharen und die Welt nur noch mehr spalten und keinen Deut besser machen.

    Ich bitte sie, kehren sie doch zur Christlichkeit und zur Menschenliebe zurück!

    Antwort
    1. Kokospalme Autor

      Womöglich gehen die Nöte der betroffenen Mütter bei meinen Betrachtungen tatsächlich etwas unter. Allerdings halte ich es für einen schlimmen Dammbruch, wenn man es prinzipiell für möglich hält, dass solche Nöte als Rechtfertigung der Tötung eines Menschen (und um nichts anderes handelt es sich bei Abtreibung) dienen können. Was würden Sie sagen, wenn das Umbringen geborener Kinder mit Problemen der Eltern gerechtfertigt würde?

      Es gibt abtreibungskritische Initiativen, die Frauen zum Thema Abtreibung beraten. Das Angebot von konkreter, gerade auch materieller, Hilfe scheint bei diesen Initiativen ein wichtiger Punkt zu sein. So gut das auch sein mag, habe ich doch ein gewisses Problem damit: Es stärkt das gängige Denken, dass das Kind eine unzumutbare Belastung darstellt und man den Eltern Geschenke machen muss, damit diese ihr Kind nicht töten lassen.

      Das sehe ich aber anders. Im bundesdeutschen Wohlfahrtsstaat muss wirklich niemand materielle Not leiden. Das Problem sind die immer höheren Ansprüche, die dann sogar über das Leben eines Kindes gestellt werden. Außerdem haben i.d.R. beide Eltern dem Geschlechtsverkehr, der zur Zeugung ihres Kindes geführt hat, zugestimmt und müssen dann auch die daraus folgende Verantwortung übernehmen. Die Übernahme von Verantwortung ist aber ziemlich unpopulär geworden. Wesentliche Ursache ist vermutlich der Wohlfahrtsstaat, der einem suggeriert, man könne selbstverschuldete Probleme immer auf andere abwälzen.

      Ich weiß, das klingt alles ziemlich hart. Aber Recht ist nun einmal unbarmherzig. Das ist aber gerade zum Schutz der Schwächeren, in dem Falle der ungeborenen Kinder, auch notwendig. Verständnis, Vergebung und Unterstützung für ungewollt schwangere Frauen und deren Partner ist wichtig, darf aber nicht zum Verrücken notwendiger Regeln führen. Und eine dieser Regeln lautet: Mord ist verboten. Immer.

      Antwort
  2. Christoph

    Nein es klingt nicht hart, es ist eben ihre Überzeugung und ich finde es auch selbst mehr als unappetitlich und halte es auch für bedenklich wenn es eine Tendenz zu einer leichtfertigen Abtreibungspraxis gibt.
    Ich meine nur dass man die augenblickliche Realität zur Kenntnis nehmen muss und möchte nicht zu einem Abtreibungsverbot zurückkommen. Sie wissen dass dies sicher zu illegalen Abtreibungen und zu noch gößerem Leid führen würde. Es ist eine Sache auf der kein Segen liegt und dennoch oder gerade deshalb sind hier keine einfachen Lösungen oder Urteile angebracht. Kann ich vermuten dass sie dies auch nicht nahelegen wollen, oder wäre hielten sie eine komplette evangelikale Durchmissionierung für die beste Lösung? 😉

    Antwort
    1. Kokospalme Autor

      Was hat denn ein Verbot von Abtreibung mit einer „kompletten evangelikalen Durchmissionierung“ zu tun? Mir geht es darum, das Leben unschuldiger Kinder zu schützen. Daher bin ich für das Verbot von Abtreibung. Ob allerdings Leute aus christlicher Überzeugung, aus irgendeiner anderen Überzeugung oder nur aus Angst vor Strafverfolgung auf Abtreibung verzichten, ist vom Blickwinkel des Staates aus völlig egal.

      Antwort
    2. Kokospalme Autor

      Noch eine technische Anmerkung: Könnten Sie eventuell vor dem Beantworten eines anderen Kommentars unter diesem Kommentar auf „Antworten“ klicken? Dann wird Ihr Beitrag eingerückt unter dem anderen Kommentar eingefügt. Auf diese Weise kann man dann die Struktur der Diskussion besser erkennen.

      Antwort
      1. Kokospalme Autor

        Da ich jetzt ein anderes Design benutze, befindet sich der „Antworten“-Link nicht mehr unter dem Text, sondern rechts oben vom Text. Das hätten Sie wahrscheinlich auch selbst heraus gefunden, allerdings kann ich mit diesem Kommentar gleich einmal testen, wie ein Kommentar der Schachtelungstiefe drei in diesem Design aussieht. 🙂

        Antwort

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