Evolutionskritik aus erster Hand

Die Themen Schöpfung und Intelligent Design haben in den letzten Jahren auch in Deutschland einiges an Aufmerksamkeit erfahren. Evolutionskritik wurde in den Medien meist als unwissenschaftliche Spinnerei abgetan, z.T. allerdings auch als potentielle Gefahr für die Menschheit dargestellt. Kannte man ein paar Fakten über Evolutionskritik, bemerkte man schnell, dass hier die Medienschaffenden überwiegend Verdrehungen und Falschaussagen in die Welt setzten. Nur leider wurde ihnen wohl oftmals geglaubt, da viele die tatsächlichen Argumente der Evolutionskritiker nie gehört haben.

Wer aber diese Argumente (und einige der dahinter stehenden Leute) kennen lernen möchte, hat demnächst wieder die Möglichkeit dazu. Am 10. April findet in Dresden die alljährliche Frühjahrstagung der Studiengemeinschaft Wort und Wissen statt. Thematische Schwerpunkte der Tagung sind Intelligent Design und die Evolution des Auges. Der Anmeldeschluss ist am kommenden Samstag. Detaillierte Informationen findet man im Veranstaltungsflyer. Ich war bereits bei mehreren Frühjahrstagungen in Dresden und kann diese auf jeden Fall emfehlen.

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12 Gedanken zu „Evolutionskritik aus erster Hand

  1. Christoph

    Nun ich hab die meisten Argumente der Evolutionskritiker gehört….und auch sofort gut verstanden. Dies ist ja nicht verwunderlich, da sie selbstausgedachte und sich selbstbestätigende, zusammengestoppelte, krude Abbilder fantasievoller Menschen darstellen.

    Ich verstehe das! Es ist auch wirklich hart zu realisieren, dass der Mensch nichts besonderes ist…ein Tier unter Tieren. Die Erden ein Planet und Planeten und das Universum groooooooooooooß…..so verloren, ach die armen Menschen…schnipp: basteln wir uns einen gütigen, gerechten und nie ganz zu verstehenden Schöpfer zusammen……ach welche Erleichterung – so gehts mir schon viel besser!

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    1. Kokospalme Autor

      Ich fände es ja gut, wenn du deine Behauptungen auch etwas mit Argumenten untermauern würdest. Was ist denn z.B. an der Grundtypentheorie selbstbestätigend?

      Wunschdenken ist eine Gefahr, allerdings genauso bei Evolutionisten. Warum wird denn das Paradigma (oder Dogma?) Evolution praktisch nie in Frage gestellt, obwohl Evolutionstheorien immer wieder beobachtete Phänomene nicht erklären können? Liegt das vielleicht auch an der weltanschaulichen Voreingenommenheit mancher Evolutionisten? Schon Ernst Haeckel sah die Evolutionslehre als Waffe gegen die „verhasste Religion“ an, was ihn mit Leuten wie Dawkins und Kutschera verbindet. Zum Schärfen seiner Waffe setzte Haeckel dann auch Fälschungen ein.

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  2. harrytisch2009

    you took the words right out of my mouth, genosse christoph, besser hätte ich es auch nicht sagen können. endlich ein zeitzeuge, der weiß, wie es wirklich war. bitte stehe uns für ein bluthilde-interview zur verfügung, nachdem wir nun schon das älteste missbrauchsopfer der rkk im gespräch hatten.

    der mensch ist in der tat nichts besonderes. im vergleich zum universum sind die paar molekülpopel, die sich da zusammengefunden haben, eigentlich peanuts. ich verstehe gar nicht, was die christen für einen aufstand machen, wenn man für einen guten zweck (zb die weltrevolution oder uneingeschränktes fressen, saufen, scheißen und f***en) ein paar dieser zufälligen prozesse (ob vor oder nach der geburt) eben mal vorzeitig beendet.

    evolutionsleugnung sollte offiziell zum straftatbestand werden! genauso wie infragestellung der reproduktionsfreiheit. und der papst gehört zusammen mit bush und netanyahu nach den haag: http://bluthilde.wordpress.com/2010/03/17/auch-kein-sex-ist-missbrauch/

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    1. Kokospalme Autor

      Genosse Tisch, man sollte auch keinen Aufstand machen, wenn sich ein alter und ein junger Molekülklumpen in bestimmter Weise temporär zu einem größeren Klumpen zusammenklumpen. Das als Missbrauch zu bezeichnen, ist einfach nur absurd, da es gemäß der Evolutionswissenschaft keine Zweckbestimmung und damit auch kein Abweichen von einer solchen, also Missbrauch, geben kann.

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  3. harrytisch2009

    richtig! freies klumpen für alle! sobald das projekt ursuppe verwirklicht und auf diese weise endlich die gleichheit aller phänotypen unabhängig von ihrem aggregatzustand hergestellt ist, ist die ausbeutung der materie durch die materie endlich beseitigt und in summe sogar noch ein höherer bewusstseinszustand erreicht als in dem, was die evolutionisten als ursuppe bezeichnen.

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  4. U.-N.D.-Meister

    Kannte man ein paar Fakten über Evolutionskritik, bemerkte man schnell, dass hier die Medienschaffenden überwiegend Verdrehungen und Falschaussagen in die Welt setzten.

    Korrekt muss es heißen: Kannte man ein paar Fakten über Evolutionskritik, bemerkte man schnell, dass hier die sogenannten Evolutionskritiker überwiegend Verdrehungen und Falschaussagen in die Welt setzten.

    Es konnte bis heute kein schlüssiges Argument dieser sogenannten Evolutionskritiker an der Evolutionsbiologie vorgebracht werden, dass diese wirklich zu erschüttern vermag.

    Antwort
    1. Kokospalme Autor

      U.-N.D.-Meister schrieb:

      Korrekt muss es heißen: Kannte man ein paar Fakten über Evolutionskritik, bemerkte man schnell, dass hier die sogenannten Evolutionskritiker überwiegend Verdrehungen und Falschaussagen in die Welt setzten.

      Starke Behauptung! Kannst du vielleicht ein paar Beispiele solcher Verdrehungen und Falschaussagen von Evolutionskritikern nennen? Dabei meine ich nicht die pseudowissenschaftlichen „Evolutionskritiker“, die man oftmals in den USA findet, sondern die Evolutionskritiker von Wort und Wissen und aus deren Umfeld.

      U.-N.D.-Meister schrieb weiterhin:

      Es konnte bis heute kein schlüssiges Argument dieser sogenannten Evolutionskritiker an der Evolutionsbiologie vorgebracht werden, dass diese wirklich zu erschüttern vermag.

      Es kommt darauf an, was du unter „wirklich erschüttern“ verstehst. Die Evolutionslehre wird durch verschiedene beobachtbare Tatsachen in Frage gestellt. Sie kann natürlich durch neue „Anbauten“ an bestehende Theorien oder ganz neue Theorien „gerettet“ werden. Die Frage ist, wann man diese „Rettungsversuche“ nicht mehr überzeugend findet und von einer „wirklichen Erschütterung“ spricht.

      Auf der anderen Seite haben Evolutionskritiker gar nicht unbedingt die Absicht, die Evolutionslehre zu „erschüttern“. Die Leute von Wort und Wissen z.B. wollen m.W. alternative Theorien auf der Basis von Schöpfung aufstellen, die die beobachtbaren Tatsachen gut erklären können. Um ihren Erfolg zu beurteilen, muss man sich dann nicht fragen, ob die Evolutionslehre erschüttert wurde, sondern ob die alternativen Erklärungen plausibel sind. Daher meine Frage an dich: Welche schlüssigen Argumente, die die Schöpfungslehre à la Wort und Wissen erschüttern, kennst du?

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      1. U.-N.D.-Meister

        Diese Feststellung ist nicht „stärker“ oder „schwächer“ als deine nicht belegte Behauptung. Ich würde dir natürlich gerne einige Falschaussagen und Verdrehungen von nicht „pseudowissenschaftlichen Evolutionskritiker, die man oftmals in den USA findet“ nennen, jedoch kenne ich keine Argumente für den Schöpfungsmythos, welche nicht in diese Kategorie fallen. Hättest du ein kurzes prägnantes Beispiel?

        Unter wirklichem Erschüttern verstehe ich, dass eine wie du so schön sagst „beobachtbare Tatsache“ das Grundprinzip der Evolution, nämliche die Veränderung der vererbbaren Merkmale einer Population von Lebewesen von Generation zu Generation primär durch Mutation und Selektion als Erklärung für das Leben, wie wir es kennen wiederlegt. Als erschüttert wäre sicher auch anzusehen, wenn eine alternative Theorie die Evolution besser und genauer erklären könnte. Das ist aber nicht der Fall. Erschütternd ist auf jeden Fall nicht, wenn die Erkenntnisse über die Funktionsprinzipien der Evolution weiterentwickelt werden, normale wissenschaftliche Arbeit, die du so unzutreffend als Rettungsversuche titulierst.

        Die Aussage, dass die sogenannten Evolutionskritiker – ich bezeichne sie einfach mal treffender als Schöpfungsgläubige – nicht versuchen, die Evolutionslehre zu erschüttern ist schlichtweg falsch. Wie bereits angemerkt, wäre die Evolutionstheorie erschüttert, gäbe es eine bessere und genauere Alternative.

        Mit deiner Frage, welche die „Schöpfungslehre à la Wort und Wissen“ erschütternden Argumente ich kenne führt der Weg wieder zum ersten Teil zurück, nämlich der Frage, wodurch sich Wort und Wissen inhaltlich argumentativ von anderen Pseudowissenschaftlichen Humbug unterschieden sehen möchte.

        Antwort
        1. U.-N.D.-Meister

          „Nichtreduzierbare Komplexität“

          Auf den Seiten des pseudowissenschaftlichen Vereins Wort und Wissen findet man einige Veröffentlichungen die sich mit dem Thema der sogenannten „nichtreduzierbaren Komplexität“ befassen. Der dahinterliegende Gedankengang entstammt der aus den USA kommenden pseudowissenschaftlichen Strömung des Intelligent Designs. Behauptet wird, dass in Lebewesen einzelne Systeme beinhalten, die aus mehreren zusammenpassenden und zusammenwirkenden Teilen bestehen, die zur Grundfunktion beitragen, wobei das Entfernen irgendeines der Teile bewirkt, dass das System effektiv zu funktionieren aufhört. Diese Systeme könnten sich nicht durch leichte aufeinanderfolgende Änderungen von weniger komplexen Vorläufersystems erzeugt werden, weil jeder Vorläufer zu einem nichtreduzierbar komplexen System, an dem ein Teil fehlt, per Definition funktionsunfähig ist. Als typische Beispiele werden hier häufig das Auge oder der Fortbewegungsapparat des Bakteriums Escherichia coli aufgeführt.

          Zunächst einmal ist anzumerken, dass es vollkommen korrekt ist, dass durch das Fehlen bestimmter einzelner Bestandteile bestimmte komplexe Systeme nur noch eingeschränkt bzw. nicht mehr funktionieren. Daraus jedoch zu folgern, dass ein solches System nicht entstanden sein könne, ist falsch. Es ist eine Tatsache, dass die Mehrzahl solcher Bestandteile in verschiedenen Systemen in gleicher oder abgewandelter Form eine Funktion übernehmen, und daher nicht extra für ein bestimmtes System entwickelt werden mussten. Auch können die Entwicklung über einfachere Vorstufen besagter komplexer Systeme mit anderen gerade nicht mehr vorhandenen Bestandteilen geschehen sein. Auch können Zwischenstufen mit weniger guter Funktionalität existiert haben, die eigentlich einen evolutionären Nachteil bedeutet hätten. Generell basiert das Pseudoargument der nichtreduzierbaren Komplexität also auf der absurden Behauptung, alle möglichen Entwicklungsschritte geprüft und als unmöglich belegt zu haben, denn nur so wäre die Behauptung das könne sich nach dem Prinzip der Evolution nicht entwickelt haben aufstellbar.

          Nun wissen wir also, was von diesem Verein zu halten ist.

          PS: Um das mal an einem Beispiel zu veranschaulichen, nehmen wir einen Torbogen aus 20 losen Steinen. Dieser Torbogen ist nichtreduzierbar komplex, denn das Entfernen eines einzigen Steins führt zum Einsturz, denn außer den beiden untersten Steinen wird jeder von einem anderen gestützt. Daher behaupte ich, ein Mensch mit nur 2 Armen und Händen kann diese Steine nicht so angeordnet haben.

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  5. dave269

    es würde ja schon helfen, wenn evolutionskritiker ahnung davon hätten, inwiefern sich die GESAMTE biologie (!) durch evolution erklären lässt, SOFERN MAN AUCH WEIß, WIE EVOLUTION GENAU FUNKTIONIERT.

    man kritisiert keine theorien, bevor man weiß, wie sie funktionieren!

    man sagt nicht: die E.T. widerspricht dem 2. satz der thermodynamik.

    man lernt erstmal, dass der 2. satz der thermodynamik nur für offene systeme gilt… und dass die erde ein geschlossenes ist.

    um mal ein beispiel zu nennen.

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