Die beste Familienpolitik

In seinem Artikel Der lange Weg zur Lufthoheit macht Fabian Heinzel auf ein interessantes Zitat von Franz Josef Strauß aufmerksam. Es endet mit folgenden Worten:

Damals [d.i. 1953] sah die [katholische] Kirche das neue Familienministerium noch anders. [Kardinal] Wendel meinte nicht nur, dass dieses Amt nicht das richtige für mich und ich nicht der richtige für dieses Amt sei, er hielt ein Familienministerium überhaupt für überflüssig; in ihm sträubte sich alles bei der Vorstellung, dass es ein Familienministerium geben und jetzt auch noch die Familie verwaltet werden sollte.

Damals wusste man in der katholischen Kirche also noch, dass die Familie eine vom Staat getrennte, weitgehend autonome Einrichtung sein muss.

Der evangelikale Theologe Thomas Schirrmacher weiß das noch heute. In seiner Ethik unterscheidet er zwischen den vier Institutionen Familie, Wirtschaft, (christliche) Gemeinde und Staat und sieht zwischen diesen eine klare Aufgabenverteilung. Konsequenterweise kritisiert er auch die staatliche Einmischung in Familienangelegenheiten und fordert z.B. eine Legalisierung des Heimunterrichts.

Auch Gerd Habermann sieht als Liberaler Familienpolitik als schädlich an. In seinem Essay Drei Typen von Familienpolitik kommt er zu dem Schluss: „Die beste Familienpolitik wäre es, die Familie in Ruhe zu lassen und keine Politik […] schwächender Patronage zu betreiben.“

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