Demonstranten ohne Ahnung

Das Interview mit der Greenpeace-Aktivistin, welches ich in Der Glaube an Greenpeace behandelt habe, war nicht das einzige, welches Christopher Monckton am Rande der Zweiten Internationalen Klimakonferenz durchführte. Die Highlights seiner Interviews sieht man in folgendem Video:

Um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, sei gesagt, dass ich gar nicht auf das schlechte Englisch der Interviewten abheben will. Das hat mit der Klimathematik nichts zu tun. Es ist allerdings schon bezeichnend, wie ahnungslos die Demonstranten z.T. sind. Wissen die überhaupt, warum sie demonstrieren? Da ist z.B. der Mann mit der schwarzen Mütze, der zu der Frage nach dem Meeresspiegel nicht einmal die Antwort von Greenpeace und Mainstream kennt – geschweige denn die richtige Antwort. Gleiches gilt für die dunkelhaarige Frau und die Frage nach der Temperaturdifferenz der letzten 10 bis 15 Jahre.

Die Frage nach der idealen Durchschnittstemperatur der Erde ist natürlich an sich seltsam, die Antwort, dass die Temperatur schwankt, durchaus berechtigt. Allerdings sind es gerade die Klimaalarmisten, die immer von der „Globaltemperatur“ reden. Vielleicht will Monckton mit seiner Frage gerade darauf hinaus, dass ein über das gesamte Jahr und die gesamte Erde gebildeter Temperaturdurchschnitt keine sehr aussagekräftige Größe ist, da diese Größe viel zu abstrakt ist. Die Frage ist auch interessant, weil man mit ihr testen kann, ob Leute, die von der Globaltemperatur reden, überhaupt eine ungefähre Ahnung von deren Höhe haben.

Ich möchte noch anmerken, dass die im Video getätigte Behauptung, Monckton würde auf Greenpeace treffen, falsch sein kann. In dem Artikel Klimaskeptiker auf Propagandatour behauptet Greenpeace, dass die Interviewten bis auf eine Ausnahme keine Greenpeace-Mitglieder waren. Der entsprechende Abschnitt lautet wie folgt:

Lord Monckton ist für seine provokanten Zuspitzungen und Verdrehungen bekannt. Erst kürzlich interviewte er in Berlin Klimaschutz-Demonstranten und redete sie in feinstem Englisch und aggressiver Rhetorik in Grund und Boden. Das Video der Inszenierung ist auf Youtube zu sehen. Es gibt vor, die Interviewten gehörten zu Greenpeace. Doch von einer Ausnahme abgesehen [standen] die Leute rein zufällig vor dem Greenpeace-Banner.

Nun, das mit der fehlenden Greenpeace-Mitgliedschaft mag stimmen. Der Rest ist wohl eine ziemlich verzerrte Darstellung der Wirklichkeit. Ich finde z.B. Moncktons Rhetorik überhaupt nicht aggressiv, sondern im Gegenteil sehr höflich. Er nennt nur lediglich die Dinge beim Namen und lässt nicht locker. Sollte er lieber aus einem falschen Höflichkeitsverständnis heraus die Probleme unter den Tisch kehren? Und was kann er dafür, dass er perfektes Englisch spricht? Schließlich ist er Muttersprachler. Soll er mit Absicht schlecht sprechen, um den Unterschied zu den Befragten nicht zu groß werden zu lassen?

Als Quintessenz der Monckton-Interviews kann wohl die Aussage am Schluss des Videos gelten: Sie kennen eine Menge Fakten, mehr als ich kenne. Das heißt aber nichts anderes, als dass die aktuelle Klimapolitik auf den Prüfstand muss.

Advertisements

Zum Antworten auf einen anderen Kommentar bitte dort auf „Antwort“ klicken

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s