Klimawandler und ihre „Argumente“

In meinem Artikel Der Glaube an Greenpeace ging es um ein Interview, in dem Christopher Monckton eine Greenpeace-Aktivistin mit Fakten zum Klimawandel konfrontiert, die so gar nicht zu der Sicht von Greenpeace passen. Da ich mich aber nicht einseitig informieren will, habe ich jetzt auch mal ein Monckton-kritisches Video unter die Lupe genommen, welches ich auf Youtube gefunden habe. Hier ist es:

In meinen Augen macht dieses Video Christopher Monckton noch glaubwürdiger, statt ihn zu widerlegen. Dass Anheften der Aufkleber an Moncktons Rücken und das darauf folgende dämliche Rumgealbere sind ja wohl kindisch hoch 13. Wenn die AYCC so etwas nötig hat, fehlen ihr anscheinend die Argumente.

Interessant ist auch die Sache mit ExxonMobil. Monckton beteuert, dass er nicht für seine Äußerungen von ExxonMobil bezahlt wird. Daraufhin wird dieser Text eingeblendet:

Lord Monckton ist der Vorsitzende der „Copenhagen Climate Change Challenge“. Deren Veranstalter erhielt 582.000 $ von ExxonMobil zwischen 1998 und 2007.

Quelle: Climate Change skeptics stage rebel Copenhagen conference

Im Kopf des unkritischen Betrachters wird sich nun vielleicht festsetzen, dass Monckton nicht ehrlich geantwortet hat und er doch ein von ExxonMobil finanzierter Lobbyist ist. Aber das sagt der obige Text eben nicht aus. Empfänger des Geldes war der Veranstalter und das ist auch keine Einzelperson, sondern gemäß der angegebenen Quelle das Committee for a Constructive Tomorrow (CFACT).

Und was ist schlecht daran, wenn das CFACT Geld von ExxonMobil entgegen nimmt? Wenn Monckton und das CFACT recht haben, dann basiert die gegenwärtige „Klimaschutzpolitik“ auf falschen Annahmen und stellt demnach einen ungerechtfertigten Eingriff in die Freiheit von Individuen und Unternehmen dar. ExxonMobil hätte dann ein Recht darauf, dass diese Politik unterbleibt. Warum sollte es dann nicht Organisationen unterstützen, die genau das Unterbinden dieser Politik als Ziel haben? Schlimm genug, dass sie dafür überhaupt Geld ausgeben müssen.

Monckton findet denn auch prinzipiell nichts Anrüchiges an finanziellen Zuwendungen. Wenn jemand aus Überzeugung eine Meinung vertritt, die zufälligerweise mit den Interessen eines Unternehmens korrespondiert, warum sollte er sich dann nicht von diesem Unternehmen Geld schenken lassen? Und so bestreitet Monckton nicht nur eine Bezahlung durch ExxonMobil, sondern fügt schlagfertig hinzu:

Also ich kann Ihnen meine Adresse geben. Wenn Sie ExxonMobil bitten, mir einen Scheck zu senden, werde ich Ihnen sehr dankbar sein.

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8 Gedanken zu „Klimawandler und ihre „Argumente“

  1. Alex

    Wenn ich Ihre Ausführungen lese fällt mir nur noch wenig ein was ich ihnen entgegnen könnte, soviel aber: ich glaube Ihnen 1000%ig dass sie glauben was sie da zusammenschreiben.

    Ich denke es kann zukünftig nicht mehr um Diskussion und die bloße Zurschau- und Gegenüberstellung von Argumenten gehen, sondern um die Kultivierung meiner tiefen Verachtung!

    Ich wünsche und ich weiß dass es hilft, dass der Kreislauf ihres Daseins dort zum Abschluss kommt woran sie und Ihresgleichen am meisten glauben: beim größten Unterstützer ihrer sogenannten christlichen Bewegung – dem Teufel. Also sorgen sie vor und beschaffen sich reichlich Asbestunterwäsche.

    Antwort
    1. Kokospalme Autor

      Sie geben das Argumentieren auf, bevor Sie überhaupt damit angefangen haben. Schade! Es würde mich wirklich interessieren, was Sie der Argumentation meines Artikels entgegen zu setzen haben bzw. ob Sie überhaupt Ihre Position begründen können. Wobei noch gar nicht klar ist, was Ihre Position überhaupt ist – abgesehen davon, dass Sie meine Meinung sowie das Christentum verachtenswert finden.

      Ob ich am Ende meines Lebens beim Teufel lande, hängt glücklicherweise nicht von meinen Meinungsäußerungen ab. Jesus hat vor ca. 2000 Jahren bereits für alles bezahlt, was ich verbockt habe und noch verbocken werde. Daher kann ich auch Blogartikel schreiben, ohne dass ich Angst haben muss, durch einen Fehler von Gott getrennt zu werden. Dieses Rettungsangebot Jesu gilt übrigens auch Ihnen.

      Antwort
    1. Kokospalme Autor

      Danke für den Hinweis! Der besagte Leserbrief war mir persönlich zwar schon bekannt, der Beitrag von der Kulturzeit aber nicht. Und ich muss sagen, dieser Beitrag ist genial. Noch vor wenigen Monaten (nämlich vor Climategate) wäre so ein Beitrag im Staatsfernsehen unmöglich gewesen. Eine derart schonungslose Kritik des Klimahypes hätte es damals wohl nur von politisch inkorrekten Medien wie z.B. eigentümlich frei gegeben. Vielen Dank für den Verweis auf das Video. Ich werde es wohl demnächst auch auf meinem Blog bekannt machen.

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    1. Kokospalme Autor

      Und jetzt wurde einem führenden CFACT-Mitglied in einem Interview folgende Frage gestellt:

      Dennoch wird CFACT Europe vorgeworfen, von der Energiewirtschaft finanziert zu werden. Laut Greenpeace soll z.B. Exxon CFACT in den Jahren 2000 bis 2007 mit 577.000 US-Dollar unterstützt haben. Was ist die Position von CFACT dazu?

      Darauf erwiderte der CFACT-Vertreter:

      Das sind keine Vorwürfe, sondern öffentlich zugängliche Informationen aus dem World Giving Report der philanthropischen ExxonMobil-Stiftung. Die angeblichen Enthüllungen sind also gar keine. Alles ist völlig legal und transparent abgelaufen. Zumal die Klimapolitik für ExxonMobil, wie jeder dort selbst nachlesen kann, nur einen Nebenaspekt darstellt. So wird ein breit angelegtes Malariaprojekt in Entwicklungsländern mit Millionenbeträgen unterstützt. Auch viele namhafte Universitäten bekommen für ihre Forschungen Millionenbeträge. Diese Kampagne ist ein Ablenkungsmanöver wie aus dem Handbuch für Desinformation. Man muss sich das doch mal überlegen: hauptamtliche Funktionäre millionenschwerer Umweltorganisationen halten uns eine Spende in dieser Höhe vor, wobei die meisten „grünen“ Organisationen bei ihrer Spendenpraxis nicht gerade zimperlich sind, um es mal vorsichtig zu formulieren, und zusätzlich von der gesamten staatlichen Umweltbürokratie bis hinauf zur EU alimentiert werden. Indem man uns und anderen freiheitlichen Netzwerken jede Integrität abspricht, glaubt man, uns mundtot machen und sich wichtigen politischen und wissenschaftlichen Debatten entziehen zu können.

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